Frau – Mann – Mensch: Geschlecht als Aushandlungsprozess

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Beschreibung

‚Wir werden nicht als Frau geboren, wir werden es.‘  Simone de Beauvoir machte bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts auf die soziale Bedingtheit des Frau-Seins (und des Mann-Seins) aufmerksam. Sie stellte die mit der binären Geschlechterordnung eng verknüpften Macht- und Hierarchieverhältnisse radikal infrage. 

Heute sprechen wir fast selbstverständlich über Geschlecht als eine ‚soziale Konstruktion‘. Männlichkeit und Weiblichkeit sind flexiblere Konzepte geworden. Soziale Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern scheinen (nahezu) überwunden. Zugleich stellen wir im Alltag immer wieder fest, dass tradierte Rollenbilder und auch hierarchische Beziehungsmuster in unserer Umwelt wie auch in unserem eigenen Denken, Fühlen und Handeln fest verankert sind. 

Dem dritten Axiom der TZI entsprechend wird es im Kurs darum gehen, unsere inneren und äußeren Grenzen des Geschlechts genauer anzuschauen und wo möglich zu erweitern, um Fragen des Geschlechts offener, freier und selbst-bewusster auszuhandeln.

Wir werden uns beschäftigen 

·         mit unserem eigenen Gewordensein als Frau, Mann, Mensch, ... in einer von hierarchischen Strukturen geprägten Gesellschaft

·         mit unseren Bildern von Männlichkeit und Weiblichkeit und unserem Umgang damit, wenn Menschen (inkl. uns selbst) nicht diesen Kategorien entsprechen

·         mit ausgewählten sozialwissenschaftlichen und literarischen Texten zum Thema Geschlecht als Aushandlungsprozess

·         anknüpfend an die Anliegen, die Sie aus Ihrem Alltag mitbringen

Wir nutzen das Konzept der TZI, um die persönliche innere und äußere Realität mit ihren Handlungs-möglichkeiten zu erkunden. Und wir erweitern den Horizont unserer persönlichen Erfahrungen, indem wir empirisches Wissen und theoretische Konzepte der Gender-Forschung hinzuziehen.

Für diesen zweifachen Zugang stehen wir Kursleiterinnen:
Dr. Katrin Hater, Soziologin, TZI-Lehrbeauftragte und
PD Dr. Renate Ruhne, Soziologin und Geschlechterforscherin.

 

Leitung
Katrin Hater
Renate Ruhne
Wann? Wo?
Ort: 
Bildungsakademie für Biologische Landwirtschaft BaBioL Grünsting 1 2651 Reichenau Österreich
Termin: 
Mittwoch, 12. Februar 2020, 15:00 Uhr bis Sonntag, 16. Februar 2020, 13:00 Uhr
Weitere Informationen

Kurstyp:
P, A1

Kurskosten:
Förderungen für diesen Kurs sind noch ungewiss und knapp kalkuliert. Sie sind als Angebot für Menschen gedacht, die sich die Teilnahme sonst nicht leisten könnten. Daher gibt es folgende Beitragsoptionen: 

  • Ich kann den vollen Seminarpreis von 500 EUR für RCI-Mitglieder bzw. 550 EUR für Nicht-Mitglieder bezahlen
  • Ich bin finanziell eingeschränkt und kann den geförderten Seminarpreis von 300 EUR für RCI-Mitglieder bzw. 350 EUR für Nicht-Mitglieder bezahlen
  • Ich kann mir eine Teilnahme nur zu einem geringeren Preis von 0-300 EUR leisten und beantrage dafür einen geförderten Platz
  • Ich möchte weitere Seminarplätze durch meinen zusätzlichen Beitrag von 0-1000 EUR fördern

Aufenthaltskosten: 
ca. 55,00 DZ/VP

maximale TN-Zahl:
20

Informationen zur Anmeldung: 
Anmeldung bitte über rci.international, Seminarnummer 9236 unter https://www.ruth-cohn-institute.org/suche-anmeldung.html

Sonstiges: 
Dieser Kurs entspricht den Ausbildungskriterien des RCI und kann daher auch für eine TZI-Ausbildung angerechnet werden.